
Aus Vorsorgegründen hat die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) das naturnahe Aufbereitungsverfahren zur Trinkwassergewinnung um zusätzliche technische Verfahrensschritte ergänzt. Zehn Jahre nach Fertigstellung der ersten „Weitergehenden Aufbereitungsanlage“ (WAA) im Wasserwerk Echthausen ist nun auch das letzte WWW-Wasserwerk mit dieser Technik ausgestattet.
„Mit der heutigen Inbetriebnahme der WAA Halingen haben wir das Ende unseres Modernisierungsmarathons erfolgreich abgeschlossen. Nun stellen fünf hochmoderne Wasserwerke die Trinkwasserversorgung im Netzverbund mit Gelsenwasser und DEW21 sicher,“ so WWW-Geschäftsführer Bernd Heinz.
Insgesamt 160 Mio. Euro hat Wasserwerke Westfalen mit den Gesellschaftern DEW21 und Gelsenwasser für die zusätzlichen technischen Verfahrensstufen investiert, 40 Mio. Euro davon für das Werk Halingen. Hierzu Peter Flosbach, Geschäftsführer von DEW21: „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für seinen Schutz. Durch diese Investition sind wir auf heute noch nicht bekannte, möglicherweise in Zukunft neu auftretende mikrobiologische oder chemische Belastungen vorbereitet.“
„Die Ruhr ist die wichtigste Trinkwasserressource in NRW. Mit der Umsetzung der erweiterten Aufbereitung sichern wir die Trinkwasserqualität für die nächste Generation. Ich bin froh, dass diese große, komplexe Investition im geplanten Budget umgesetzt wurde“, ergänzt Gelsenwasser-Vorstand Dr. Dirk Waider.
Projektbeschreibung
Die Errichtung der WAA setzt die Vorgaben des Programms Reine Ruhr des NRW-Umweltministeriums um und realisiert einen durchgehend sehr hohen Qualitätsstandard. Die WWW-Werke wurden um die neuen Aufbereitungsstufen Ozonung, Flockung, Mehrschichtfiltration und Adsorption an Kornaktivkohle ergänzt. Die Nachbereitungsschritte wurden umweltfreundlich auf UV-Desinfektion und physikalische Entsäuerung umgestellt.
Die weitergehenden Aufbereitungsstufen von WWW im Überblick:
Die Nachbereitungsschritte:
Die Fertigstellung der letzten WAA findet im Jubiläumsjahr statt. Vor 25 Jahren wurde die Wasserwerke Westfalen GmbH mit dem Auftrag, die seinerzeit acht Wasserwerke auf fünf zu reduzieren und Kooperationssynergien zu nutzen, gegründet. Die Werke Ergste und Westhofen 2 wurden schon vor längerer Zeit stillgelegt, das Werk Villigst wurde Ende des letzten Jahres vom Netz genommen. “Mit der Zusammenlegung der Wasserwerke von DEW21 und Gelsenwasser im Jahr 2001 konnte eine Fokussierung bei den Standorten erfolgen und die neuen Aufbereitungsanlagen somit im Verbund kosten-, kompetenz- und prozessoptimiert umgesetzt werden – eine echte Erfolgsgeschichte„, berichtet WWW-Geschäftsführerin Friederike Konold-Rüsel aus den Unternehmensanfängen.
BU: Die WWW-Geschäftsführung Friederike Konold-Rüsel (l.) und Bernd Heinz (r.) nehmen mit den Gesellschaftern DEW21 (GF Peter Flosbach, 2.v.l.) und Gelsenwasser (Vorstand Dr. Dirk Waider, 3. v. l.) und dem MUNV NRW (Lars Richters, M.) die WAA Halingen offiziell in Betrieb
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